Meditation - Blume des Lebens

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Diesmal waren wir acht Personen. Eine ganz neue Teilnehmerin war auch dabei.

Es ist bemerkenswert, dass wir uns beim letzten Treffen damit beschäftigt haben, was man tun kann, um die ganzen alten Programme loslassen oder loswerden zu können, die immer automatisch ablaufen und einen dazu veranlassen, etwas zu tun oder zumindest zu fühlen, was man eigentlich gar nicht will.

 

Vipassana

"Zufällig" habe ich kurz nach dem letzten Treffen einen zehntägigen Kurs mit Vipassana-Meditation gemacht und genau hier eine sehr wirkungsvolle Methode oder Technik gefunden, um all die lästigen Programme, die einen unter Kontrolle haben, loszuwerden. Jedem, der ernsthaft vor hat, sich spirituell weiter zu entwickeln, kann ich diesen Kurs sehr empfehlen.

Diese Technik ist etwas ganz anderes, als unsere auf die Einheitsatmung ausgerichtete Meditation. In unserer gewohnten Meditation machen wir die Erfahrung eines sehr hohen Bewusstseins mit dem Erleben der Einheit mit allem was ist. Dabei lassen wir jedoch unseren Körper relativ unbeteiligt. Immerhin nehmen wir häufig unsere hohe Bewusstseinsenergie am Ende der Meditation mit in unserern Körper, was auch hier eine Schwingungsanhebung mit einer gewissen Reinigung zu Folge hat.

Die Technik der Vipassana-Meditation setzt den Schwerpunkt genau dort, wo wir bisher vernachlässigt haben. Hierbei geht es einfach nur darum, den Körper wahrzunehmen. Ein Drittel der Zeit, die man sich nimmt (3 Tage beim 10-Tages-Kurs) beobachtet man den Atem, danach beobachtet man die Empfindungen im Körper. So wie ich es verstanden habe, können wir unsere "Unreinheiten" oder "Verknotungen" im Geist selbst nicht direkt wahrnehmen. Wir können jedoch unseren Körper wahrnehmen und dieser spiegelt unseren Geist mit allen Unreinheiten. Diese Unreinheiten, die sich hier als Empfindungen bemerkbar machen, brauchen wir nur gleichmütig (bewertungsfrei) und gelassen zu beobachten, wie sie kommen und gehen. Weil wir nicht darauf reagieren, lösen sie sich auf (auch auf geistiger Ebene) und es entstehen keine neuen Unreinheiten.

Die Überlieferer dieser seit Jahrtausenden original gebliebenen Methode legen sehr großen Wert darauf, dass man sie nicht mit anderen Meditationstechniken mischt. Das ist für mich gut nachvollziehbar: Man kann nicht völlig passiv und gleichmütig sein und nur beobachten und gleichzeitig irgend eine andere aktive Meditationstechnik (Mantra oder Visualisierung oder Gebet oder sonstiges) ausführen.

Gleichzeitig wird jedoch immer wieder stark betont, dass Vipassana nur eine universelle Methode ist, um ein universelles Problem zu lösen, nämlich uns von unseren geistigen Unreinheiten zu befreien. Sie ist unabhängig von jeder Religion und jeder kann diese Methode für sich anwenden und seiner dabei Religion treu bleiben. Man braucht nicht zum Buddhismus überwechseln (auch wenn diese Methode von Gotama, dem Buddha, entwickelt wurde). Von den buddhistischen Erkenntnissen und Glaubensinhalten, die dabei auch vermittelt werden, darf man für sich das übernehmen, was man will. Was einem nicht zusagt, darf man getrost ignorieren.

Ich persönlich habe in dieser Technik ein sehr bedeutendes fehlendes Puzzle-Teil für meinem spirituellen Weg gefunden. Jedoch werde ich deshalb keinesfalls auf die Einheitsatmung oder die Merkaba-Meditation verzichten, die ich seit über zehn Jahren regelmäßig praktiziere und bereits in meinen Alltag integriert habe. Wer diese beiden Meditationsweisen selbst praktiziert, wird das sehr gut nachvollziehen können. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, wenn ich diese verschiedenen Arten der Meditation hintereinander mache - egal in welcher Reihenfolge. Sie stören sich nicht, sondern sie verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung. Dabei möchte ich hier noch einmal betonen: Erst die eine Meditationstechnik und dann die andere. Nicht mischen! Ich finde es auch wichtig, das dieses Juwel der Meditationstechniken in seiner Reinform erhalten bleibt. Nur so entfaltet es seine volle Wirkung.

 

Unsere Meditation an diesem Abend

Unsere Meditation an diesem Abend war sehr tiefgehend. Als wir uns nach der Einheitsatmung durch Händehalten miteinander verbunden haben, wurde es völlig still und friedlich. Es war so, als wenn die Zeit stehenbleibt. Wir waren Teil von etwas Größerem. (Das sind wir ja sowieso, aber wir konnten es in dem Moment ganz deutlich spüren.)

Ich bin sehr glücklich darüber, dass wir jetzt auch in Celle solche tiefgehenden Meditationen machen können und freue mich schon sehr auf nächstes Mal.